> Jacobikirche -
höchster Turm der Stadt
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> 7|07 göttingen

Jacobikirche

Die größte Himmelsnähe Göttingens erreicht die Jacobikirche mit ihrem 72 Meter hohen Turm. Wie St. Johannis entstand sie als dreischiffiger gotischer Hallenbau, errichtet an der Weender Straße im Stadtzentrum von 1361 bis 1433 und ebenfalls weithin sichtbares Göttinger Wahrzeichen. Auch hier hatte sich zuvor ein vermutlich wesentlich kleinerer Kirchenbau befunden. Der obere Teil des Turmes wurde zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert durch Blitzeinschlag dreimal schwer beschädigt.

Das Innere von St. Jacobi birgt mit dem 1402 von einem unbekannten Meister geschaffenen dreiflügligen geschnitzten Altar einen wahren Kirchenschatz. Der zeigt in geschlossenem Zustand Szenen aus dem Leben des Namens-gebenden heiligen Jacobus, einmal geöffnet die Kindheits- und Leidensgeschichte Jesu, und vollständig geöffnet die Marienkrönung, Apostel, Heilige und Propheten.

1997 und 1998 hielt auch moderne Kunst Einzug: Mit seinem fünfteiligen Fensterzyklus übersetzte der Maler, Grafiker und Glasbildner Johannes Schreiter den 22. Psalm (... „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ ...) neu in Farbe, Linie und Licht. Die Mitte der 1960er Jahre von Paul Ott erbaute gleichnamige Orgel erklingt mit 58 Stimmen in fünf Werken als die größte ihrer Art in Südniedersachsen. Das kulturelle Engagement der Gemeinde korrespondiert mit einem ebenfalls starken auf sozialem Gebiet.



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