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Ida Falk Winland (Poppea) - "Vaghe perle"

- In "Agrippina" (Internationale Händel-Festspiele Göttingen 2015)



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100 Jahre Händel virtuell

Die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen werden 2020 100 Jahre alt - das Jubiläum kann allerdings nicht mit Publikum gefeiert werden, denn die komplette Veranstaltung wurde aus aktuellem Anlass abgesagt.

Das Städtische Museum ist zwar ebenfalls betroffen und für Besucher geschlossen - bleibt aber digital weiterhin geöffnet: Jetzt steht das erste Kapitel der Ausstellung zu "Händel Göttingen 1920" im Netz. Per Scrollytellings präsentiert haendelgoe1920.de Audio- und Videobeiträge, historische Fotos etc.

So bleibt Georg Friedrich Händel in Göttingen präsent. Die Sonderausstellung dreht sich um die Entstehung der Festspiele und ihre wechselvolle Geschichte. Der erste Teil der multimedialen Online-Version widmet sich der Zeit und den stadtgeschichtlichen Hintergründen, die zur Entstehung der Göttinger Händel-Renaissance und daraus resultierend den Festspielen führten.


zur virtuellen Ausstellung vom Städtischen Museum


"Der Kaiser hat vor zwei Jahren (1918) abgedankt, vor einem Jahr (1919) erkämpften sich die Frauen das Wahlrecht. Die Gesellschaft verändert sich. Neue Mode, neue Kunst, neue Musik begeistern. Die kriegsbedingte Zwangspause ist zu Ende und kulturelle Aktivitäten entfalten sich. Im Sommersemester 1920 sind an der Universität eingeschrieben: 325 Studentinnen und 3847 Studenten.

Bereits 1919 eröffnet das Stadttheater wieder. Es erweitert sogar sein Angebot. Ab 1920 kommen eine Opern- und eine Operettensparte neu dazu. Der Stadtpark vor dem Albanitor wird wieder bespielt. Es ist ein Veranstaltungshaus mit einem bunten Programm für ein breites Publikum.

Großen Zulauf erfahren die Lichtspielhäuser. Vor dem Krieg eröffnete Kinos wie das Eden am Markt und das Central in der Barfüßerstraße werden nun erweitert. Das Central fasst schließlich 450 Sitzplätze. 1929 eröffnet das Capitol in der Prinzenstraße mit 500 Plätzen – bei nur ca. 40.000 Einwohnern in Göttingen. Außerdem gibt es Filmvorführungen in der Urania im heutigen Otfried-Muüller-Haus und im Volkshaus in der Wiesenstraße.

Mit dem neuen Massen-Medium Film kommen auch neue Eindrücke und Sehgewohnheiten. »Das Cabinet des Dr. Caligari«, ein expressionistischer Film, feiert 1920 große Erfolge. Göttingen ist nicht Berlin – aber die »Goldenen Zwanziger Jahre« werfen auch einen bescheidenen Abglanz auf unser Städtchen."


(Auszug der Göttinger Zeitgeschichte)


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