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Sting


"A Thousand Years"
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> 2|20 musik

"Zwischen Euphorie und Erschöpfung"

Vor 20 Jahren stellte Sting sein neues Album 'Brand New Day' in der Göttinger Lokhalle vor - im Interview sprach er vorab über seinen persönlichen Millennium-Song, ewige Liebe und Weltmusik ohne Grenzen.


Ihr aktuelles Album beginnt mit dem Lied 'A Thousand Years'. Ist das Ihr persönlicher Millennium-Song?

Ich würde sagen nein - aber vielleicht ist er es irgendwie trotzdem. Ich vermute, dass dieses Jahrtausend-Business jedermanns Bewusstsein durchdrungen hat. Das wollte ich eher positiv als apokalyptisch ausdrücken. So, klar, es könnte also ein Jahrtausendlied sein. Es handelt von verschiedenen Leben, und ich denke, das Konzept der Reinkarnation ist eine außerordentlich kreative Idee.

Glauben Sie daran?

Nicht intellektuell, aber künstlerisch, poetisch und emotional, ja. 'A Thousand Years' ist eine Liebesgeschichte, eine Geschichte einer Beziehung, die viele Leben, andere Körper, andere Typen, andere Situationen erfüllt. Und doch sind es immer dieselbe Frau und derselbe Mann. Das verbindet all diese Leben: dass beide sich immer noch lieben.

Das Arbeitstitel des Albums war lange Zeit 'The Lovers'. Wie hat sich das auf Ihre Produktion ausgewirkt?

Nun, als die Songs geschrieben wurden, war mir ziemlich schnell klar, dass sie alle mehr oder weniger vom selben Thema dominiert wurden. Alle drehten sich um Liebe, also Liebesbeziehungen zwischen Menschen.

Wo haben Sie die CD aufgenommen?

Oh, an vielen verschiedenen Orten. Hauptsächlich in Italien, wo ich 1998 zum großen Teil gelebt habe. Die anderen Aufnahmen haben wir in New York, London und Paris gemacht. So wurde es ein wirklich internationales Album.

Neben den Studiomusikern kamen auch einige Ihrer Freunde zu einem Gastauftritt vorbei...

Ja, James Taylor hat eine Charakterrolle für ein Lied gesungen, der französisch-algerische Sänger Cheb Mami war ebenfalls dabei. Und Branford Marsalis spielte eine Kleine Klarinette (Es-Klarinette, Anm. d. Aut.). Obwohl er mich wahrscheinlich dafür hasst - er hatte 25 Jahre lang keine Klarinette mehr angefasst. Für die Aufnahme spielte er in einer normalerweise unmöglichen Tonart - meine Ohren tun immer noch weh.

Nach der Veröffentlichung der CD starteten Sie im Oktober eine Welttournee in den USA. Nach einer kurzen Weihnachtspause haben Sie die Tour in Europa fortgesetzt und werden auch in Göttingen auftreten. Wie fühlen Sie sich bei diesem Marathon-Programm?

Es variiert. Es hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Du schwankst zwischen völliger Erschöpfung und völliger Euphorie - der eigenen und der weltweiten Euphorie.

(...)

Das vollständige Interview auf der Website von: Sting


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